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WhatsApp: Datenschutz-Bedenken für Gratis-Nachrichten-App

2. August 2012iPhone Apps

WhatsApp: Ernsthafte Datenschutz-Bedenken für Gratis-Nachrichten-App Wer viele Kurznachrichten per SMS verschickt, kommt schnell auf erschreckende Mobilfunk-Kosten. Ca. 40 Nachrichten verschicken die Deutschen durchschnittlich im Monat, und werden dafür von den Providern um bis zu 7,60 Euro gebeten.
Doch es geht auch gratis: Diverse Services verteilen die Kurznachrichten kostenlos übers Internet verteilen. Der Datenverbrauch ist dabei verschwindend gering (im Schnitt ca. 2 KB pro Nachricht). Alles, was Sender und Empfänger dafür benötigen, ist die jeweilige App. Während iMessage sich auf iOS- und Mac-Nutzer beschränkt, gibt es eine beträchtliche Anzahl an Anbietern, die Plattform-unabhängig arbeiten, und dadurch auch die kostenlose Kommunikation zu Android- und Windows Phone Nutzern ermöglichen. Klingt eigentlich nicht so schlecht.
Wie die Computer BILD jetzt im Test feststellt, ist das Ganze aber nicht unbedingt ohne Nachteile. Gerade WhatsApp, eine der beliebtesten “SMS-Apps” überhaupt, liefert ernsthafte Datenschutzbedenken.

Werden Kurznachrichten nämlich über WLAN/WiFi verschickt, kann theoretisch jeder mitlesen. Die Nachrichten werden unverschlüsselt uns als Klartext übermittelt. Mit der passenden Software (z.B. der Android-App WhatsAppSniffer – diese gibt es allerdings nicht direkt im Google Play Store) können Absender- und Empfänger-Rufnummer sowie die Nachricht einfach ausgelesen werden.

Hinzu kommt ein zweiter Kritikpunkt, der nicht etwa auf unvorsichtige Programmierweise geschoben werden kann: WhatsApp kopiert das komplette Adressbuch seiner Benutzer/innen auf die eigenen Server. Offiziell dienen die Daten zum leichteren Finden von Kontakten, die ebenfalls WhatsApp nutzen. Was genau aber WhatsApp noch damit macht, wird nicht verraten. Der Großteil der kostenlose SMS-Ersatzdienste macht das genauso, und räumt sich in den Nutzungsbedingungen sogar das Recht ein, die Nutzerdaten “weiterzugeben oder für Werbung zu nutzen.”

Es gibt jedoch auch sichere Alternativen zu WhatsApp, zum Beispiel (lt. Computer Bild) MySMS, Yuilop oder ChatOn.

mysms Messenger < ><noscript><img
class=mysms Messenger < > Nachrichten vom PC
Hersteller:
Up To Eleven Digital Solutions GmbH

Freigabe: 4+

Preis: Gratis Download

UppTalk Chat, Gratis SMS, Kostenlos Telefonieren & international Telefon (AppStore Link) UppTalk Chat, Gratis SMS, Kostenlos Telefonieren & international Telefon
Hersteller: Yuilop SL

Freigabe: 4+

Preis: Gratis Download

ChatON (AppStore Link) ChatON
Hersteller: Samsung Electronics

Freigabe: 4+

Preis: Gratis Download

Von euch möchten wir gerne wissen: Verwendet ihr WhatsApp? Werdet ihr zu einer anderen App wechseln? Oder nutzt ihr bereits einen anderen (vl. hier ungenannte) Service?

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Über Markus

Markus ist langjähriger iPhone News Mitarbeiter und Chefredakteur und begeistert sich für alles, was mit Technik zu tun hat.

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ommentare

  1. nerowing2. August 2012 um 12:28

    WhatsApp kopiert nicht das komplette Adressbuch!

    Es kopiert nur die Nummern ohne Namen, weil das Programm User per Nummer identifiziert …

    Die Computerbild sollte endlich mal lernen, besser zu testen und keinen Schwachsinn zu schreiben…

  2. Nick Schulz2. August 2012 um 14:43

    Ich komm nicht drumherun Whats app zu nutzen, da alle meine Freunde es ja auch nutzen…
    Es ist für mich schier unmöglich ALLE dazu zu bringen auf ne andere App zu wechseln…
    Man stellt sich doch nicht gleich um , nur weil ein Kumpel (ich) einen erschreckenden Bericht darüber gelesen hat… (so erschreckend auch wieder nicht)

  3. Tobias2. August 2012 um 19:14

    Ich benutze auch Whats app. Aber nicht so viel wie früher, da die meisten Bekannten jetzt auch ein Iphone besitzen. Des weiteren ist die App nicht so gut auf iOS Portiert wie auf Android. Es gibt zu viele Menü Ebenen die iMessage zum glück nicht hat. 

  4. tsj3. August 2012 um 01:45

    Machen wir uns als Apple-Nutzer tatsächlich sorgen über die Daten, die von WhatsApp übertragen werden? Dürfte wohl ein bisschen spät sein für die Einsicht, dass wir heutzutage grundsätzlich transparent geworden sind. Außerdem: Wer seine Toilettennutzungsintervalle, sexuellen Vorlieben oder Fotos von der letzten Party bei Facebook und Co. veröffentlicht, brauch sich sicherlich keine Sorgen um die “bisschen” zusätzlichen Daten machen, die WhatsApp überträgt. Allenfalls über die fehlende Verschlüsselung der Daten sollte man sich Sorgen machen.

    Ich stimme nerowing vollkommen zu. Die ComputerBILD ist eben die BILD. Nähere Nachforschungen darf man da nicht erwarten – vor allem nicht wenn es sich um “erschreckende” Meldungen handelt. Allerdings geht die Kritik auch an die Autoren dieses Blogs. Wenn man Nachrichten verbreitet, sollte man im Sinne des journalistischen Gedankens auch den Inhalt näher prüfen. Einmal Google aufrufen und den ersten bzw. zweiten Beitrag lesen (http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/whatsapp-und-datenschutz-antworten-auf-die-wichtigsten-fragen/) und schon weiss man mehr auf zuverlässigeren Quellen: http://lmgtfy.com/?q=whatsapp+datenschutz

  5. M S3. August 2012 um 09:48

    Bis jetzt fand ich die Artikel hier eigentlich immer ganz gut.. aber wie kann man sich bitte auf die ComputerBild beziehen? Das ist doch schon etwas peinlich…außerdem sind das Nachrichten von Anfang Mai. Die Lücke ist bei Whatsapp mittlerweile sogar geschlossen.

  6. Celibri16. September 2012 um 09:27

    YAK Messenger ist eine weitere Alternative. Wird leider nirgends wo erwähnt..

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