Das Konzept an sich ist nichts neues: Ein mit RFID– (Radiofrequenz-Identifikation) bzw. NFC-Technologie (Near Field Communication: Kabelloser Informationsstandard für bis zu 4 cm) wird an der Kassa am entsprechenden Sensor vorbeigeführt, und dient als eindeutiges Erkennungsmittel, mit dessen Hilfe z.B. die zu kaufenden Waren einfach und unkompliziert bezahlt werden können.
Zwei neue Patentanträge aus dem Hause Apple beschäftigen sich mit dem Thema RFID bzw. : Im ersten geht es um das Erkennen von mit RFID-Chips ausgestatteten Objekten durch Vorbeiführen eines iPhones. Damit kann ein iPhone z.B. nicht nur als mobile Kreditkarte oder als „kabelloser“ Schlüssel verwendet werden, sondern in Verbindung mit einem Computer auch einfach Daten ver-/entschlüsseln oder die lokalen Mac-Einstellungen an fremden Macs aktivieren.
Durch eine neuartige Integration des RFID-Moduls in den Touch-Panel des Displays spart sich Apple das Hinzufügen einer zusätzlichen Antenne: Das Multitouch-Display wird zugleich zum RFID-Transponder.

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Der zweite Patentantrag dreht sich um neue Methoden, wie der Vorgang der elektronischen Kontaktaufnahme beschleunigt werden kann, und bedient sich dabei des digitalen oder leisen Ultraschall-Geräuschen.

The newly proposed system utilizes a unique magnetic compass and encoded supersonic tone methodology. Apple notes that their new methodology will also allow you to share information on your iPhone easily with other devices like your iMac, MacBook or stereo system.

Apple Patent: Magnetfeld-Signatur und Ultraschall-Geflüster für schnelle Kontaktaufnahme

Im ersten Fall strebt Apple die Analyse der Kompass-Informationen bei Annäherung zweier Geräte, mit dessen Hilfe eine „magnetische Signatur“ erstellt und später wiedererkannt werden kann. Ein zweiter Lösungsansatz verwendet kodierte Ultraschall-Signale, die ihrerseits eine Änderung des kleinräumigen Magnetfelds stimulieren könnten. Ein Bezahlterminal (oder iPhone) könnte diese Änderungen wahrnehmen, eindeutig zuordnen, und dadurch z.B. einen Zahlungsvorgang authorisieren.

So fantastisch die Idee mit dem „Ultraschall-Geflüster“ auch klingen mag, Sie wird von ShopKick in Palo Alto bereits dafür verwendet, in Gebäuden eine Art akustischen GPS-Ersatz zu bilden: Eine Vielzahl von Ultraschall-Elementen senden definierte Signale aus, mit denen sich das iPhone über sein Mikrofon zurechtfindet und seinen genauen Standort bestimmen kann.

Apple Patent: Erzeugen von magnetischen Signaturen über Ultraschall-Signale

Auch, wenn das Patent neuartige nicht direkt nennt – eine solche Anwendung dürfte einer der größten Vorzüge dieser neuen Methoden sein.

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