In den letzten Tagen haben wir euch mit den inEar Kopfhörern Pyco und Tio bereits zwei besonders noble Vertreter der mobilen Welt des Musikgenusses vorgestellt. Doch wie immer im Leben, gibt es nach oben keine Grenzen, zumindest aus finanzieller Sicht.

Mit seinen iQ inEars bietet der deutsche Hersteller Ultrasone einen von seiner Top-Kopfhörern abgeleiteten inEar an, der unabhängig von der Preisgestaltung zeigen soll, was technisch und aus klanglicher Sicht möglich ist.

649 Euro muss man aufbringen, um in die höchste Klasse der inEars einzusteigen. Eine Investition, die sich zu lohnen scheint, wenn man beobachtet, wie viele Musiker die iQs im Ohr haben.

Aber lohnt sich die Investition auch für iPhone- und iPad-User?

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Eines gleich vorweg, nach mindestens 20 Stunden in meinen Ohren stellt sich die Frage nicht mehr, ob die IQ wirklich gut klingen und der Preis gerechtfertigt ist, denn sie sind ganz klar die absolute Oberliga.

Wir haben die IQs zudem an unserem Naim Audi DAC V1 über den Mac mit FLAC, Apple Lossless und MP3s gefüttert und was aus diesen inEars kommt ist schlichtweg über jeden Zweifel erhaben.

Doch wie schon des Öfteren erwähnt, ist die Frage im Fall der IQs eine andere: Lohnt es sich für den Betrieb an einem iPhone oder iPad, ohne zusätzlichen Digital-Analog-Wandler oder Kopfhörerverstärker, 650 Euro auszugeben und ist der Mehrpreis gegenüber den an sich schon beeindruckenden Ultrasone Tio die Investition wert?

– Optik und Haptik

Entscheidet man sich für die Ultrasone IQ, erhält man erstaunlich große inEars, die abgewinkelt schräg nach hinten stehen und mit einem zusätzlichen, in das obere Ende des Kabels integrierten Draht hinter das Ohr geklemmt werden.

Das sitzt, wenn man das System einmal verinnerlicht hat perfekt, selbst mit einer Mütze auf dem Kopf, sieht optisch auffällig aber sehr edel aus und sorgt stets für die optimale Ausrichtung der Treiber im Ohr.

Sowohl Optik, als auch Verarbeitung werden der Premium-Positionierung gerecht. Angefangen bei den stabilen Kabeln (2 Stück werden geliefert, eine mit und eine weite ohne Fernbedienung und Mikrofon), über die edel Transportbox, alles Luxus pur.

Ultrasone IQ – Passform und die Technik dahinter

Wie gesagt, die Passform ist, in Kombination aus dem intelligenten Drahtsystem und den aus Tio und Pyco bekannten Comply-Schaum-Eufsätzen hervorragend. Trotz der Größe spürt man die Ultrasone IQ kaum.

Begründet sind die üppigen Maße übrigens durch die aufwändige Technik im Inneren. Ein großer 8mm Treiber mit Neodym-Magneten soll für ein präzises Ansprechen sorgen. Mittels einer Frequenzweiche wird der Mikrotreiber angesteuert der wiederum für die Reproduktion der kristallklaren Mitten- und Höhenbereiche zuständig ist. Diese Technik braucht eben ein wenig Platz.

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Ultrasone IQ – Der Klang

Viel Technik also in den inEars IQ, und das hört man auch. An unseren DAC angeschlossen, zeigten die IQ was in ihnen steckt und man glaubte tatsächlich, den Klang weit vor einem zu hören. Bass, Mitten und Höhen könnten kaum klarer und druckvoller sein. Die IQs sind beeindruckende Präszisionsgeräte.

An ein iPhone 5s gestöpselt klingen sie dann nach wie vor überragend. Aber wirklich besser als Ultrasones tolle Tio? Ja und nein. Die IQ klingen noch eine Spur präziser, noch eine Spur druckvoller, noch eine Spur angenehmer und fühlen sich im Ohr noch besser an.

Aber der Unterschied ist auch nach mehrmaligem Umstecken und Vergleichen nur gering.

Ultrasone IQ – Preis und Gegenwert

Für jene, die Musik ohne einen zusätzlichen DAC oder KHV nur mit dem iPhone oder iPad verwenden ist steht der Aufpreis im Verhältnis zum Mehrwert gegenüber dem genialen Ultrasone Tio in einem eher ungleichen Verhältnis. Das iPhone bietet schlichtweg zu wenig Power und eine zu geringe Auflösung, um das enorme Potential der Ultrasone IQ auszuloten.

Ganz anders, wer in zusätzliche, klangoptimierende Maßnahme investiert. Wer das Potential der IQ ausloten kann und möchte, findet hier den perfekten Partner.

Herstellerseite zu den Ultrasone IQ inEars

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