Ein Softwarefehler in Insulinpumpen verletzt mehr als 200 Menschen

Eine Software-Panne in Insulinpumpen hat bislang mehr als 200 Menschen verletzt und zwei Todesfälle verursacht. Nach Angaben der Food and Drug Administration (FDA) sind bei den Nutzern der Medtronic MiniMed 600 Serie Hypoglykämien und Ketoazidosen aufgetreten.

Schwere gesundheitliche Folgen

Die FDA warnt, dass der Fehler zu schweren gesundheitlichen Folgen führen kann. Die Pumpe gibt zu viel oder zu wenig Insulin ab, was zu gefährlichen Schwankungen des Blutzuckerspiegels führen kann. Die Benutzer können davon ausgehen, dass ihre Insulindosis korrekt ist, und dies kann zu Hypoglykämien (zu niedriger Blutzuckerspiegel) oder Ketoazidose (ein zu hoher Blutzuckerspiegel) führen, was in einigen Fällen tödlich sein kann.

Ein Rückruf durch Medtronic

Medtronic hat die betroffenen Pumpen zurückgerufen und bietet Ersatzgeräte an. Die Rückrufaktion betrifft Pumpen der Modellnummern 630G (ausgeliefert zwischen September 2016 und Oktober 2019) und 670G (ausgeliefert zwischen Juni 2017 und August 2019). Die FDA empfiehlt den Benutzern, die Warnungen und Alarme ihrer Geräte nicht zu ignorieren und einen Arzt aufzusuchen, wenn sie Symptome einer Hypoglykämie oder Ketoazidose feststellen.

Auch wenn die genauen Ursachen für die Fehlfunktionen noch nicht vollständig geklärt sind, scheinen die Probleme auf Softwareprobleme zurückzuführen zu sein. Es ist nicht das erste Mal, dass Medtronic Probleme mit seinen Insulinpumpen hat. Im Jahr 2020 musste das Unternehmen fast 322.000 Geräte zurückrufen, weil sie aufgrund eines Fehlers in der Retaining-Ring-Komponente nicht ordnungsgemäß funktionierten.

Es ist wichtig, dass du als Nutzer solcher Geräte immer auf dem Laufenden bleibst, die Warnungen und Alarme deines Gerätes nicht ignorierst und bei Anzeichen einer Hypoglykämie oder Ketoazidose sofort einen Arzt aufsuchst. Bleib sicher und gesund!

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