Bericht: Apple hat rechtliche Probleme mit eigenem 5G Modem

Apple hatte eine schwierige Beziehung zu Qualcomm, dem einzigen Lieferanten von 5G-Chips, nachdem sich Intel zurückgezogen hatte. Eigentlich kaufte Apple die Modemsparte von Intel mit der Idee, Qualcomm irgendwann loszuwerden und zu eigenen Modems zu wechseln. Der Analyst Migh-Chi Kuo berichtete kürzlich, dass dies möglicherweise nicht gemäß dem ursprünglichen Zeitplan (H2 2023) geschehen wird.

Die Implikation war jedoch, dass die Technologie noch nicht ausgereift sei. FOSS Patents vertritt nun eine gegenteilige Ansicht: Das Problem mit Apples 5G-Bemühungen ist ein rechtliches, kein technisches.

Der Lizenzvertrag zwischen Apple und Qualcomm läuft bis 2025 und kann bis 2027 verlängert werden. Ursprünglich dachte man, dass Apple bis dahin auf hauseigene Modems umsteigen würde, aber das scheint nun unwahrscheinlich.

Das Lustige ist, dass es zwei Patente gibt, die Apples Fortschritt behindern, aber sie haben nicht viel mit 5G zu tun. Mit dem einen kann der Nutzer einen Anruf mit einer Textnachricht ablehnen (z. B. "Ich bin beschäftigt"), mit dem anderen geht es um die Schnittstelle zum Wechseln von Apps.

Und jetzt kommt der Clou: Wenn Apple zu seinem hauseigenen Modem wechselt, wird Qualcomm das Unternehmen wegen der fraglichen Patente verklagen. Die beiden Patente laufen 2029 bzw. 2030 aus, und Apples Versuch, sie zu annullieren, wurde am Montag beendet, als der Oberste Gerichtshof beschloss, Apples Antrag auf Wiederaufnahme der Patentanfechtung nicht anzuhören.

Ursprünglich hatte Apple gehofft, dass Qualcomm bis Ende 2023 nur noch 20 % der benötigten Modems liefern würde, nicht mehr 100 %. Aber wenn Florian Müller recht hat, wird das nicht passieren und Apple wird weiterhin von Qualcomm kaufen und Lizenzgebühren zahlen müssen.

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iOS 16 ermöglicht die Übertragung einer eSIM zwischen iPhones über Bluetooth

Mit iOS 16 wird eine nützliche neue Funktion eingeführt, mit der eine eSIM über Bluetooth zwischen iPhones übertragen werden kann, während ein Mobilfunkdienst eingerichtet wird.

Wenn Sie auf einem iPhone mit iOS 16 in der App "Einstellungen" auf "eSIM einrichten" tippen, wird eine Option angezeigt, mit der Sie eine eSIM und die zugehörige Telefonnummer von einem anderen iPhone über Bluetooth übertragen können. Um eine eSIM von einem anderen iPhone zu übertragen, muss laut Apple sichergestellt werden, dass sich das andere iPhone in der Nähe befindet, entsperrt ist, Bluetooth aktiviert ist und iOS 16 oder neuer läuft.

Die Funktion scheint in mehreren Ländern verfügbar zu sein, darunter die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, aber es ist nur möglich, Bluetooth-Übertragungen von eSIMs durchzuführen, die von Betreibern ausgestellt wurden, die diese Funktion unterstützen. Da iOS 16 erst vor wenigen Tagen angekündigt wurde und sich derzeit in der Beta-Phase befindet, könnte die Unterstützung durch die Netzbetreiber derzeit noch begrenzt sein.

Apple bietet auch weiterhin die herkömmliche Möglichkeit, eine eSIM durch Scannen eines von einem Anbieter bereitgestellten QR-Codes einzurichten.

Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, mit der Sie einen Mobilfunkvertrag bei einem Anbieter aktivieren können, ohne eine physische Nano SIM Karte verwenden zu müssen. Eine einzelne eSIM ist für das iPhone XS und neuere Modelle verfügbar, während alle vier iPhone 13 Modelle duale eSIMs unterstützen.

Die erste Beta-Version von iOS 16 wurde Anfang dieser Woche an Entwickler verteilt, und eine öffentliche Beta-Version wird im Juli verfügbar sein. Apple sagte, dass iOS 16 im Herbst veröffentlicht wird. Zu diesem Zeitpunkt wird die neue eSIM-Übertragungsfunktion für alle Nutzer verfügbar sein.

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