Kann es wirklich sein, dass als vertraulicher Geschäftspartner eine schon veröffentlichte App patentieren lässt? »Wir konnten es nicht glauben, dass jemand anders ein Patent anmeldet, das eins zu eins unsere Start Screen kopiert«, schreibt Ortwin Gentz, Gründer von FutureTap in seinem Blog. Natürlich sieht es auf den ersten Blick so aus, aber ist das Patent wirklich ein billiges Plagiat oder nur ein Versehen?

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Seit Dezember ’09 hat FutureTap schon das Patent unter ihrem Namen angemeldet, doch ein halbes Jahr später im Juli ’10 möchte ein Großkonzern wie Apple das gleiche Patent anmelden. Der Entwickler Ortwin Gentz fühlt sich hintergangen und versteht die ganze Sache ehrlich gesagt nicht ganz. Der Blogger Dane Wineman schreibt in seinem Blog »Die Zeichnung gibt nur ein Beispiel wieder, wie die Technologie funktionieren könnte und »Wahrscheinlich dachten die Ersteller des Patentantrages nicht daran, welche Message das an die Entwickler der App senden würde. Es ist sicherlich nicht Apples Praxis (oder Absicht) den App Store nach neuen Patenten auszuplündern.«

Außerdem verweist Gentz in seinem Text noch auf die allgemeine Problematik von Software-Patententen: Kleinere Firmen haben oft nicht das Kapital für Patentanmeldungen, juristische Verfahren oder das langwierige Prüfen bereits bestehender – Konzerne wie Apple sitzen da am längeren Hebel. »Meiner Meinung nach werden die kleinen Entwickler dadurch diskriminiert«, schreibt Gentz.